Das Büro   Spielräume   Gärten   Diplom   Kontakt  
                         
     

Schulgeländegestaltung - nicht nur für geistig Behinderte

 
      Diplomarbeit  
                         
      Ziel meiner Diplomarbeit war die Entwicklung von Leitlinien, die bei der Gestaltung von Freiräumen für Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung Anwendung finden sollten.

Bei geistig behinderten Kindern ist es besonders wichtig, deren starkes Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit zu beachten. Im Außengelände sollte ein steter Wechsel von aktiven Tun und Entspannung stattfinden können und es soll Beeinträchtigungen in der Motorik und der sinnlichen Wahrnehmung ausgleichen helfen.
Bei der Anwendung der in der Diplomarbeit entwickelten Leitlinien ergibt sich jedoch kein spezielles, ausschließlich für geistig Behinderte geeignetes Therapiegelände - vielmehr entstehen 'Wohlfühlräume' zum sinnlichen Entdecken und abwechslungsreichen Spiel, was für die Umwelt aller Kinder und Jugendlichen eine Bereicherung darstellen kann.

Neben der theoretischen Ausarbeitung wurde ein Gestaltungskonzept für eine Dresdner Förderschule für geistig Behinderte entwickelt.
 
                         
     

Gesamtkonzept für die Schule in Dresden

 
      Konzept  
         
      An erster Stelle steht eine übersichtliche Raumaufteilung, damit auch Schüler mit einer schwächeren Wahrnehmung das Gelände weitgehend selbstständig nutzen können. Dazu wird ein umlaufendes Oval als Hauptweg angelegt, mit dem auch Kinder im Rollstuhl an alle Bereiche des Geländes gelangen können. Das Oval wird in Streifen unterteilt, in denen unterschiedliche Nutzungen stattfinden.
In ihnen befinden sich die Hauptspielbereiche im Wechsel mit Räumen zum Entspannen und Ausruhen. Außerhalb des Ovals liegen die Räume für Unterricht und Therapie.
Das Gehölzkonzept unterstützt die Trennung von aktiven und ruhigen Nutzungen durch geschnittene Hecken. Im Zusammenspiel mit der großen Steinweichselgruppe werden zwei weitere Gehölzgruppen gepflanzt, die das weitläufige Gelände gliedern und einen Wechsel von offenen und geschlossenen Bereichen schaffen. Am östlichen Rand des Geländes werden die bereits bestehenden Bäume durch Neupflanzungen ergänzt, sodaß eine Art Wäldchen entsteht.
 
                         
     

Zentral im Gelände liegender Raum zum Entspannen

 
      Raum zum Entspannen  
     

Ausschnitt Detailplan - Raum zur Wahrnehmungsförderung 'Tasten'

 
      Planausschnitt 'Therapieraum Tasten'  
         
      Der Therapieraum 'Tasten' bietet Tasterlebnisse für Hände und Füße. Die Hochbeete sind jeweils mit einem Pflanzenthema gestaltet: 'rauh und runzelig', 'derb und dick', 'klein und fein', 'Streichelpflanzen', 'spitz und stachelig'.
Für die Füße wird ein Tastpfad angelegt, der barfuß begangen werden sollte. Aussparungen im Plattenbelag werden mit niedrigen Stauden bepflanzt, die barfuß ertastet werden können. Auch Rollstuhlfahrer können erspüren, wie sich unterschiedliche Beläge beim Darüberfahren anfühlen.
 
  nach oben      
                         
e-Mail schreiben